Was deine Hände können

Greifen, nehmen, bearbeiten, tippen, ertasten, halten, erforschen, gestalten…

Das und Vieles mehr tun unsere Hände normalerweise. Das meiste davon geschieht unbewusst. Oft weiß die eine Hand buchstäblich nicht, was die andere tut, weil wir mehrere Dinge gleichzeitig ins Rollen bringen. Sie eilen dem Kopf hinterher, der ihnen schon Stunden oder sogar Tage voraus ist.

Jetzt ruht Vieles von dem, womit wir uns tagtäglich beschäftigen. Auch unsere Hände ruhen. Vielleicht ist das zuerst ungewohnt, sogar unangenehm. Die Hände werden unruhig, haben nichts zu tun.

Trotzdem stehen sie irgendwie doch im Mittelpunkt. Nicht nur, weil sie da so unruhig im Schoß vor sich hin kneten und knibbeln. Was tragen sie, was nehmen sie unbemerkt mit?

Und dann ist da die andere Seite. Das, was übrig bleibt, wenn du jetzt und den ganzen Kram, den du so hörst kurz beiseite lässt:

Das Fühlen. Ganz präsent. Fell, Erde, der Marienkäfer auf deiner Haut, der warme Teebecher. Das Erschaffen. Das Beet, das Bild, der Kuchen, das DIY-Projekt. Das Ruhen. In der Sonne, auf dem Sofa, am Küchentisch.

Spielen, entspannen, genießen. Dich im Jetzt verankern. Das können sie eben auch, die Hände.