Wenn Nichts mehr geht…

Manchmal geht Nichts mehr. Kennst du das? Ich schon. Dann ist mein Kopf voll, das Herz läuft über. Dann hilft nur noch Eines.

Wenn du gleichzeitig leer bist und überfüllt, gleichzeitig übersättigt und hungrig. Wenn du nachts zu müde bist zum Schlafen und am Tag mit offenen Augen schlafwandelst.

Oder wenn die falschen Träume Wirklichkeit werden und du das Gefühl hast, ständig die falsche Abzweigung zu nehmen.

Wenn du alldas nirgendwo lassen kannst, weil es weder in Worte noch in einen Moment passen will. Oder wenn deine Umwelt nicht weiß, was du meinst.

Wenn Nichts mehr geht, halte nicht daran fest, zum Beispiel indem du schlaflos im Bett die Decke anstarrst. Lass‘ es fließen – in Farben. Formen. Worte. Noten. Etwas Gebautes. Egal. Fang‘ einfach an. Vielleicht machst du die Nacht zum Tag und malst. Vielleicht backst du spätabends ein Brot. Vielleicht gehst du im Regen in den Garten. Wie ein Kind. Ohne dich an die Regeln zu halten und zu fragen, was daraus wird. Ohne darauf zu achten, was deine Umwelt dazu sagt.

Lass‘ es über dich kommen, lass‘ es zu. Lass‘ es nach außen fließen. Wahrscheinlich wird dadurch nichts gekittet, aber du gehst damit um. Du lässt es eine andere Gestalt annehmen, Formwandlung. Du erschaffst etwas Neues. Nichts wird dadurch gut. Aber vielleicht stößt du damit etwas (in dir) an.

Nächtliche Werkstatt:

 

 

2 Kommentare zu „Wenn Nichts mehr geht…

  1. Immer wieder erstaunlich: die transformative Kraft der Kreativität.
    Und dein Blogbeitrag- ein guter Anstoß dazu!

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