Fülle im Kleinen

Manchmal fange ich einfach so aus dem Bauch heraus an und schreibe, male, gärtnere, stricke. Ohne nachzudenken. Um mich abzulenken, auf andere Gedanken zu kommen. Und dann…merke ich: Da spielt sich in mir etwas ab. Und was ich tue hängt damit zusammen. Und dann purzelt es „Geschenke“.Foto0314

So wie heute: Aus dem Bauch heraus fange ich auf meinem Balkon einfach an zu werkeln, um mich vom Alltag abzulenken.
Gerade dachte ich noch: Meine Arbeit fruchtet nie. Und dann sehe ich, wie die Sommerblumen in den Kübeln keimen.
Gerade dachte ich noch: Egal was ich tue – ich bin nicht gut versorgt. Und dann sehe ich, wie die Kresse in meinem Mini-Gewächshaus sprießt, wie die Tomatenpflanze wächst.
Gerade dachte ich noch: Ich fühle mich verloren zwischen Himmel und Erde. Vermisse jemanden. Und dann sind da die Sonne und der Wind. Und dann surrt meine „Haus-Biene“ an mir vorbei. Sie wohnt im Insektenhotel an der Wand. Und dann schnurrt meine Katze um mich herum.

Ich halte inne, atme auf. Schaue um mich.
Und dann kann ich sie wieder hören, die Richterstimme:Foto0315 „Aber das ist noch nicht genug!“
„Aber vielleicht ist es ein Anfang“, denke ich. „Vielleicht beginnt die Fülle im Kleinen. Sie heilt nicht alles, aber sie tröstet ein bisschen.“


Ich wünsche euch heute auch diese Fülle im Kleinen.